Neue Trends in der Logistik

Kaum eine Branche ist so abhängig von neuen Trends und Entwicklungen, wie die Logistikbranche. Steigende Spritkosten, Autobahnmaut und verändertes Konsumverhalten wirken sich unmittelbar auf diesen Bereich aus. Ein weiteres Problem ist es, qualifiziertes und zuverlässiges Personal zu finden. Waren müssen heutzutage immer schneller und immer individueller transportiert werden. Viele Unternehmen sparen Lagerhaltungskosten ein und setzen statt dessen auf Lieferungen, die passgenau dann ankommen, wenn die Produkte benötigt werden.

Trends in der Logistik

Hinzu kommen erhöhte Verkehrsaufkommen in Deutschland auf den Autobahnen aber auch in den Innenstädten. Es ist also ein wahrer Balanceakt, die Bedürfnisse von Produzenten und Abnehmern gleichzeitig befriedigen zu wollen. Der Wettbewerb innerhalb der Branche ist hart, die Margen klein. Da ist es kaum verwunderlich, dass Transporteure stets auf der Suche nach Alternativen sind.

Alternativen in der Logistik

Einer der Bereiche, die die Logistikbranche bereits stark verändert haben und noch lange nicht auserzählt sind, ist die künstliche Intelligenz. Sortieren und kommissionieren wird spezialisierten Robotern überlassen, Lagersysteme sind computergesteuert und nutzen das Platzangebot bestmöglich aus und selbstfahrende Lieferfahrzeuge trotzen äußeren Widrigkeiten. All das steckt zum Teil noch in den Kinderschuhen. Es wird aber mit Hochdruck daran geforscht und entwickelt.

Eins der vorrangigen Ziele dieser Trends ist es, den Faktor Mensch möglichst stark zu reduzieren. Dieser birgt zahlreiche Risiken, angefangen von Ausfällen durch Krankheit und Urlaub, menschliches Versagen, das zu Unfällen führen kann und vieles mehr. Nicht zu vergessen natürlich Zeitverzögerungen durch gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten. Das Bestreben der Logistikbranche ist es demnach, den menschlichen Einfluss auf die Abläufe möglichst gering zu halten. Aber auch das ist selbstverständlich nicht risikolos.

Gefahren der neuen Trends

Abgesehen von der gesellschaftlich relevanten Gefahr, Arbeitsplätze durch künstliche Intelligenz einzusparen und dadurch mehr Arbeitslose zu schaffen, ist es grundsätzlich nicht ungefährlich, sich komplett von Computersteuerungen abhängig zu machen. System- oder Stromausfälle machen ganze Betriebe handlungsunfähig. Und die weitreichende Vernetzung, die ja eine wesentliche Voraussetzung für das perfekte Ineinandergreifen solcher Prozesse ist, schafft potentielle Gefährdung durch Sabotage, wie etwa Hacker-Angriffe.

Solche Szenarien sind nicht nur ein Risiko für die Unternehmen selbst, sondern auch für viele weitere Beteiligte. Darum ist die wirtschaftliche, aber auch die gesellschaftliche Verantwortung hier groß. Es ist übrigens auch nicht allein ausreichend, dass die ökonomischen und technischen Voraussetzungen gegeben sind. Auch der politische Rahmen muss berücksichtigt werden. Handelsabkommen, Binnenhandel und Zollvereinbarungen sind nur ein Teil dessen, was die Logistikbranche mit berücksichtigen muss. Nicht immer sind diese Rahmenbedingungen stabil und von Dauer. Aktuell beschert uns der drohende Brexit eine Vorstellung davon, wie schnell etwas gegeben Geglaubtes Schnee von gestern werden kann.

Aussichten auf die Trends von morgen

Die Trends in der Logistikbranche sind klar – es geht hin zu neuen Technologien und weg von menschlicher Einflussnahme. In dieser Hinsicht sind eben erst die Grundsteine gesetzt worden. Es ist davon auszugehen, dass unsere Zukunft zunehmend von solchen Entwicklungen bestimmt werden wird. Die Aussicht, dass Drohnen oder unbemannte Lieferwagen unsere im Internet getätigten Einkäufe ausliefern, ist nicht mehr nur eine Vision. Vielmehr befinden sich solche Systeme bereits in der Erprobung und werden in nicht allzu ferner Zukunft Realität werden.