Logistik und Umweltschutz

Umweltschutz, nachhaltiges Handeln und Ökobilanzen sind in aller Munde. Und natürlich bleibt auch die Logistikbranche davon nicht unangetastet. Es liegt in der Natur der Dinge, dass Logistik viele Ressourcen verbraucht. Allen voran Treibstoffe. Doch wo viel verbraucht wird, gibt es auch viel Potenzial zum Einsparen. Dieser Trend hat in der Branche Einzug gehalten und ist in seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende.

Als so genannte „grüne Logistik“ oder auch „green logistics“ bezeichnet man landläufig die Tendenz, Transporte umweltbewusster und Ressourcen schonender zu gestalten. Ansatzpunkte gibt es dafür reichlich. Die Gründe dafür liegen nicht allein im Gedanken an den Umweltschutz. Vielmehr ist es für Logistik-Unternehmen eine veritable Möglichkeit, Kosten zu sparen. Denn vor allem Energie ist teuer. Und Energie ist – neben Zeit – einer der wesentlichen Faktoren, die die Branche benötigt, um wettbewerbsfähig zu sein.

Ansätze zum Umweltschutz in der Logistik

Um den ständig steigenden Anforderungen an den Umweltschutz-Gedanken Rechnung zu tragen, ergreifen Transportunternehmen zahlreiche Maßnahmen. Beinahe allen liegt die Idee der Optimierung von Prozessen zugrunde. Denn wo einzelne Schritte perfekt ineinander greifen, wird wenig verschwendet. Das kommt auch dem Umweltschutz zugute. Auf der Hand liegen beispielsweise Methoden zur Verbesserung bei Routenplanungen. Das schont Kraftstoffe, belastet den Verkehr weniger und bedeutet zudem eine Zeitersparnis. Drei gute Gründe, um in diesen Bereich zu investieren.

Auch die Auswahl der Transportfahrzeuge steht im Fokus der Umweltschutz-Maßnahmen. LKW mit weniger CO2-Ausstoß können hierbei einen großen Beitrag leisten, aber auch Transportmittel mit alternativen Antrieben, die auf Elektrizität oder anderen modernen Technologien beruhen, kommen zunehmend zum Einsatz. Im Bereich der Lager-Logistik und den damit zusammenhängenden Abläufen ist ein Trend zu stromsparenden Geräten zu verzeichnen. Die Einbindung von Transportmitteln wie Schiffe oder die Bahn können weiter dazu beitragen, kosteneffizienter und damit umweltfreundlicher zu transportieren.

Nicht nur Transport, auch Entsorgung

Etwas weniger offensichtlich ist der Bereich der Entsorgung, der ebenfalls in die Branche der Logistik fällt. Hier kann im Sinne des Umweltschutzes außerordentlich viel erreicht werden. Das fängt bereits damit an, bereits so zu produzieren und zu transportieren, dass möglichst wenig zum Entsorgen anfällt. Verpackungsmaterialien werden optimiert oder ganz eingespart, oder auch durch umweltverträgliche Varianten ersetzt. Was schließlich übrig bleibt und auch, was entsorgt wird, weil es nicht mehr gebraucht wird, sollte idealerweise dem Recycling zugeführt werden.

Auch hier gilt es, möglichst kurze Wege und optimale Prozesse zu schaffen, damit die Wiederverwertung von Materialien nicht einen übermäßigen Bedarf an frischer Energie erzeugt.

Umweltschutz als Herausforderung

Wie überall in der Logistikbranche ist auch der Gedanke an Umweltschutz mit erheblichem Aufwand verbunden. Es muss entwickelt, gemessen, controlled und geforscht werden. Und das in einem Markt, der sich permanent verändert. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet dies eine große Herausforderung, die sich beinahe täglich den Gegebenheiten anpassen muss. Da allerdings auch das Einsparungspotential an Kosten groß ist und beispielsweise ein klimaneutraler Transport einen Wettbewerbsvorteil darstellen kann, ist die Motivation entsprechend hoch.

Das Ganze ist dennoch mit immensen Investitionen und einer gewissen Weitsicht verknüpft. Man darf für die Zukunft noch viel von der Logistikbranche erwarten, nicht nur, aber eben auch in Bezug auf den Umweltschutz.